Stegskopf

Statt Schießplatz “Nationales Naturerbe” Truppenübungsplatz Stegskopf

Der Truppenübungsplatz Stegskopf bei Daaden

war 70 Jahre lang ein militärisches Trainingsgebiet in Rheinland-Pfalz, unweit der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, nordwestlich der Kreuzung der B414. Er beherbergte das Truppenlager Stegskopf mit Unterkünften und Kommandantur.
2013 wurde der Truppenübungsplatz außer Dienst gestellt, weil er mit über 2000 Hektar für einen Truppenübungsplatz eher zu klein war. Der Platz verfügte über zehn Schießbahnen. Am 12. Dezember 2013 wurde der Platz an das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Koblenz und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben.
Über die weitere Nutzung des biologisch wertvollen Areals wurde seitdem heftig diskutiert. Zuerst wurde geplant, auf einem Teil des Stegskopfs Windräder zuzulassen, allerdings war man bei den Anliegergemeinden nicht auf offene Ohren gestoßen.

Nationales Naturerbe

Die Bundesregierung hatte am Jahresanfang nun mitgeteilt, dass der Stegskopf zum Nationalen Naturerbe werden soll. Anfang 2015 wird im Bundestag abschließend über die Aufnahme des früheren Truppenübungsplatzes auf dem Stegskopf ins Nationale Naturerbe entschieden.
Zum Teil ist der Truppenübungsplatz Naturschutzgebiet, da sich dort ein Niedermoor mit Ansätzen zum Hochmoor „Derscher Geschwämm“ mit seltenen Pflanzen befindet. Auf dem Stegskopf liegen Teile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Feuchtgebiete und Heiden des Hohen Westerwaldes. sowie ein Vogelschutzgebiet. Viele weitere Naturschutz- relevanten Tierarten und Lebensräume sind in diesem Gebiet vorhanden. Einige Tier- und Pflanzenarten, die hauptsächlich im Gebirge vorkommen, finden sich im Westerwald  nur hier.

Die weitere Nutzung

Viele Bürger wünschen sich, dass auch sie das Naturparadies nutzen können, etwa zum radfahren, reiten oder spazieren gehen. Doch das ist immer noch sehr gefährlich, weil auf dem früheren Truppenübungsplatz fast 70 Jahre lang scharf geschossen wurde und es noch viele Blindgänger auf dem Gelände gibt. Es sollen deshalb erst sichere Wege entstehen.
Für das kommende Jahr wird anstrebt, von Bundesforsten und Verbänden geführte Wanderungen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz anzubieten.

 Mit Material von Wikipedia. Fotos Westerwaldblog