Westerwälder Mundart! “Hui! Wäller” – “Allemol”

“Hui! Wäller?” – “Allemol,

ist der bekannteste Gruß den jeder Westerwälder kennt. Auch nach über 100 Jahren ist er immer noch lebendig und zum Erkennungsruf und Gruß der Westerwälder geworden, vor allem zur Kirmeszeit im Westerwald. Gleichzeitig soll er auch die Liebe der Wäller zum schönen Westerwald ausdrücken.

 Westerwald
Aussicht auf den Westerwald vom Gräbersberg in Alpenrod

Wie ist der Wäller Gruß entstanden?

Der Westerwälder Gruß “Hui! Wäller” – “Allemol ist im Jahre 1913 entstanden, als die Ortsgruppe Bonn des Westerwaldvereins einen Wettbewerb veranstaltete. Es wurde ein Gruß für die Westerwälder gesucht, den sich jeder merken konnte und natürlich passend zum Westerwald sein sollte. Der Gruß / Ruf sollte aus Frage und Antwort bestehen, zu gewinnen gab es 12 Flaschen besten Moselweins. Unter über 60 Einsendern gewann der Westerwälder Bauer und Heimatdichter Adolf Weiss aus Mademühlen im Lahn – Dillkreis. Mit seinem launigen Vers gewann er die Preisrichter für sich.

„Hui, Wäller?“ – „Allemol!“ so tönt der Ruf
Den in meiner Sehnsucht nach Wein ich schuf.
Das Hui hat mich der Sturmwind gelehrt,
Wenn wild über unsre Heiden er fährt,
Und Wäller, wir ja allzumal sind,
Wir trotzen dem Regen, dem Schnee und dem Wind.

Der Sinn des Ausrufes erklärt sich aus seinem Gedicht: Das Hui hat mich der Sturmwind gelehrt, wenn wild er über die Heide fährt, und „Wäller“ wir ja „allemol“ sind, wir trotzen dem Regen, dem Schnee und dem Wind! Genauso bekannt wie der Wäller Gruß ist natürlich unser schönes Westerwaldlied: Oh du schöner Westerwald, über deinen Höhen pfeift der Wind so kalt.

Adolf Weiss zu Ehren wurde am Himmelfahrtstag 1939 am Fuße des fichtenumstandenen Knoten bei Rennerod ein kleines Steindenkmal errichtet. Die Inschrift lautet: “Dem Heimatdichter und Schöpfer des Westerwaldgrußes “Hui Wäller – allemol!” Adolf Weiß 1860 – 1938  Der Westerwald – Verein 1939″!

Ein Gedanke zu „Westerwälder Mundart! “Hui! Wäller” – “Allemol”

  1. Oh ja, das war eine gute Geschichte über einen wahren Helden unserer Wällergeschichte. Man sollte lieber ihn im Deutschunterricht durchnehmen als so einen Goethe. Ich plane bereits eine Pilgerreise zu seinem Denkmal. Meine Freunde sind noch nicht wirklich einverstanden, aber ich werde schon einen Vorwand finden, die ins Auto zu bekommen.

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