Das neue Besucher-Leitsystem auf der Festung Ehrenbreitstein

 

Das neue Besucher-Leitsystem

Dass die preußischen Baumeister ihren Job einst gut gemacht haben, bekamen viele Mitarbeiter der GDKE während der BUGA zu spüren: Wer aussah, als würde er sich auf der Festung Ehrenbreitstein auskennen, wurde von Besuchern mit Fragen nach dem Was, Wo, Wohin überhäuft. Offenbar garantierte die üppige und vorab sorgsam durchdachte Ausschilderung Ortsfremden noch immer keine optimale Orientierung.
Man kennt dieses Problem von allen historischen Wehranlagen, ob mittelalterlicher Burg oder neuzeitlicher Festung.

Denn die damaligen Bauherren wollten „Eindringlinge“ nicht geradewegs durchmarschieren lassen, sondern sie mit verwinkelten Wegen und Baustrukturen verwirren. Das ist für die heutige touristische Nutzung eine große Herausforderung. Die GDKE hat sich ihr auf der Festung Ehrenbreitstein einmal mehr gestellt und ein neues Besucher-Leitsystem entwickelt.
Ausgangspunkt dabei war die Überlegung: Die Infrastruktur der historischen Festung gleicht derjenigen einer Kleinstadt. Es gibt eine „Hauptstraße“ vom Feldtor zum Oberen Schlosshof.

An ihr liegen zentrale Einrichtungen und auch repräsentative Gebäude. Von ihr zweigen „Nebenstraßen“ ab, die zu Wohnquartieren, Arbeitsstätten und vielerlei logistischen Anlagen der „Festungs-Stadt“ führen. An dieser Struktur orientiert sich das neue Leitsystem mit zwei auch farblich unterschiedenen Routen durch die Festung.

Besucher erhalten mit dem Eintrittsticket eine Übersichtskarte. Die führt – je nach persönlichem Interesse – via blaue Route über die „Hauptstraße“ zu den Ausstellungshäusern beziehungsweise direkt zum Schlosshof. Oder sie führt via rote Route auf „Nebenstraßen“ über den festungsgeschichtlichen Stationenweg. Ausgangspunkt beider Routen ist das Entree-Gebäude auf dem Plateau. Gleich hinter dem Feldtor gehen sie auseinander – um sich nachher am Ravelin wieder zu vereinen.

Von dort leiten sie dann gemeinsam auf den Schlosshof und zum Fahnenturm, der als höchster Punkt der Festung einen spektakulären Rundblick erlaubt. Zugleich ist der Fahnenturm Zugang zum tiefsten Punkt der Festung: der multimedial inszenierten archäologischen Grabungsstätte „3000 Jahre befestigter Ort“ im felsigen Untergrund.

Quelle : Festung Ehrenbreitstein

www.gdke.rlp.de